Tender Automation

Ergebnis der Vergabe

Deutschland – Dienstleistungen von Architekturbüros – Nichtoffener, zweiphasiger anonymer Planungswettbewerb nach RPW (2013) für Architekt/innen als Generalplaner für den Neubau eines Bundesministeriums und eines Wohnungsbaus auf dem Postblockareal Süd, Berlin.

3 Bieter
1 Los

Beschreibung

Gegenstand des Wettbewerbs ist der architektonische Vorentwurf eines Ministerialgebäudes für ein Bundesministerium sowie eines Wohngebäudes auf dem südlichen Teil des sog. Postblock-Areals an der Wilhelmstraße in Berlin-Mitte sowie die Ermittlung der erfolgreichen Preisträger:innen als mögliche Bieter im nachgelagerten VgV-Verhandlungsverfahren zur Vergabe der Generalplanerleistungen. Im Verfahren betrachtet werden sollen außerdem die freiraumplanerische Gestaltung der zugehörigen Außenräume und konzeptionelle Aussagen zum Nachhaltigkeitsansatz, der technischen Ausrüstung und zur Tragwerksplanung des Gebäudes. Für die 1. Phase sollen 30 - 35 Teilnehmer ausgewählt werden. Das Preisgericht wird für die 2. Phase 15 -18 Teilnehmer auswählen. Das Wettbewerbsgebiet hat eine Größe von 12.379 m2. Die planungsrechtliche Grundlage für die Umsetzung der geplanten Entwicklungen bildet der festgesetzte Bebauungsplan I-216. Es soll eine Geschossfläche von rund 53.860 m2 umgesetzt werden. Auf dem Wettbewerbsgebiet sind zwei funktional getrennte Gebäude mit unterschiedlichen Nutzungsschwerpunkten zu planen. Sie sollen gemeinsam ein Ensemble bilden, welches das Umfeld des Wettbewerbsgebiets mit seinen für Berlin und Deutschland wichtigen Gebäuden, Freiflächen und Stadträumen durch eine anspruchsvolle Architektur bereichert und ergänzt. Ministerialgebäude und Wohngebäude sollen als zwei voneinander unabhängige Gebäude konzipiert werden, die gemeinsam als eine Baumaßnahme realisiert werden, allerdings zeitlich gestaffelt. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2030 geplant. Das Ministerialgebäude soll eine Nutzungsfläche (NUF 1-7) von rund 26.000 m2 umfassen. Das Wohngebäude soll rund 83 Wohnungen mit einer Wohnfläche von insgesamt rund 5.520 m2 umfassen, ergänzt um Gewerbeflächen im Erdgeschoss mit ca. 460 m2 Nutzungsfläche. Für das Ministerialgebäude steht ein Kostenrahmen von 197,3 Mio € brutto (KG 200 - 500, nach DIN 276) zur Verfügung, für das Wohngebäude ein Kostenrahmen von 27,6 Mio € brutto (KG 200 - 500, nach DIN 276). In der ersten Wettbewerbsphase wird die Aufgabenstellung auf grundsätzliche Lösungsansätze beschränkt. Ein Schwerpunkt in der ersten Phase wird auf der städtebaulichen Gliederung der Baumasse und der baulichen und freiräumlichen Definition der Schnittstellen zwischen den beiden Nutzungen (Ministerium auf der einen Seite und Wohnen /Gewerbe auf der anderen Seite) liegen. In der zweiten Phase liegt der Schwerpunkt auf der Durcharbeitung der Entwürfe im Hinblick auf die Umsetzung der Raumprogramme und der Erfüllung der in der Auslobung beschriebenen Anforderungen. Das phasenübergreifend unverändert besetzte Preisgericht gibt am Ende der zweiten Phase eine schriftliche Empfehlung für die Umsetzung des Wettbewerbsentwurfs ab. Die Ausloberin wird unter Würdigung der Empfehlung des Preisgerichts über die Beauftragung eines oder einer der Preisträger:innen mit weiteren Planungsleistungen entscheiden. Art und Umfang der später geplanten Generalplaner-Beauftragung werden sicherstellen, dass die Qualität des Wettbewerbsentwurfs umgesetzt wird. Im Falle einer weiteren Bearbeitung werden durch den Wettbewerb bereits erbrachte Leistungen der Preisträger:innen bis zur Höhe des zuerkannten Preises nicht erneut vergütet, wenn und soweit der Wettbewerbsentwurf in seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zugrunde gelegt wird. Im Anschluss an den RPW-Wettbewerb führt die Ausloberin als spätere Auftraggeberin der Generalplanung sodann ein Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb nach Maßgabe der Vergabeverordnung (VgV - 6. Abschnitt) durch. Dabei verhandelt sie unter Würdigung der Empfehlungen des Preisgerichts zunächst mit dem Gewinner (1. Preisträger:in) über die Auftragsvergabe. Sollten der Beauftragung des 1. Preisträgers danach wichtige Gründe entgegenstehen oder sollte eine einwandfreie Ausführung der zu übertragenden Leistungen nicht gewährleistet sein, werden die verbliebenen Preisträger zur Verhandlung aufgefordert. In diesem Fall wird das Wettbewerbsergebnis (Qualität des Entwurfs) mit 50% gewichtet. Weitere Zuschlagskriterien wären in diesem Fall: Honorarangebot (20%) sowie weitere projektspezifische Zuschlagskriterien (30%). Das gesamte Wertungssystem inkl. Zuschlagskriterien für die Vergabe der Generalplanerleistung wird den verbliebenen Preisträger:innen dann im nachgelagerten VgV-Verhandlungsverfahren mit der Aufforderung zur Angebotsabgabe und Verhandlung transparent zur Verfügung gestellt. Es ist beabsichtigt, den im Verhandlungsverfahren mit einem Zuschlag bedachten erfolgreichen Bieter, sofern dem keine wichtigen Gründe entgegenstehen, im Wege eines Stufenvertrages (mit optionalen Leistungsstufen und im Verhältnis zwischen Ministerial- und Wohngebäude flexibel abrufbar) wie folgt mit mindestens folgenden Leistungen als Generalplaner:in zu beauftragen: Komplettierung der Vorplanung (Leistungsphase 2 HOAI), Entwurfsplanung (Leistungsphase 3 HOAI), Genehmigungsplanung (Leistungsphase 4 HOAI), in Abhängigkeit von dem gewählten Vergabemodell (Teil-)Leistungen der Ausführungsplanung (Leistungsphase 5 HOAI), soweit diese für die Sicherstellung der Qualität der Umsetzung des Wettbewerbsentwurfs erforderlich sind, künstlerische Oberleitung für die nicht bzw. nicht vollständig beauftragten Leistungsphasen 5-8.

Analyse: Zuschlagskriterien, Eignung, Checkliste — mit Konto

Mit einem Konto liest Tender Automation die Vergabeunterlagen dieses Verfahrens und erstellt daraus eine Analyse: Zuschlagskriterien mit Gewichtung, Eignungsanforderungen, Zeitplan und eine Checkliste der einzureichenden Unterlagen.

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Angaben aus der Bekanntmachung

Ort
Bonn
Bundesland
Berlin
CPV
71200000 — Dienstleistungen von Architekturbüros
Weitere: 71300000
Verfahrensart
Nichtoffenes Verfahren
Veröffentlicht
25.07.2024
Zuschlag am
19.07.2024
Kennung
f30d4cd7-9178-412e-8613-5945809d8ed2
Quelle
TED (EU-Amtsblatt)

Lose

Zuschlag

Einordnung

Bundesanstalt für Immobilienaufgaben im Bestand

2.127 Ausschreibungen (davon 1.505 Ergebnisse)
6,5 Ø Bieterzahl (696 Ergebnisse)
529.718 € Median Zuschlagswert (751 Zuschläge)
44,4 Tage Ø Tage bis zur Frist (590 Ausschreibungen)

Auftraggeberprofil: alle Verfahren und Kennzahlen

Quelle: veröffentlichte Bekanntmachungen dieses Auftraggebers aus den angebundenen Vergabeportalen, Stand 01.10.2026.

Vergleichbare Verfahren: Architektur und Ingenieurwesen in Berlin

1.503 Zuschläge vom 01.11.2024 bis 01.10.2026
3,0 Median Bieterzahl (1.219 Zuschläge mit Angabe)
316.179 € Median Zuschlagswert (459 Zuschläge mit Wert)
84 Tage Median von Bekanntmachung bis Zuschlag (892 Verfahren)

Quelle: veröffentlichte Zuschlagsbekanntmachungen derselben CPV-Abteilung (71) im Bestand von Tender Automation; Werte, die ein Portal nicht veröffentlicht, fehlen in der jeweiligen Zahl. Stand der Auswertung: 01.10.2026. Alle Zuschläge

Zum Vergabeportal

Verbindlich sind allein die Angaben auf dem Vergabeportal. Stand dieser Seite: 25.07.2024, 00:00.