Deutschland-Vergaben KW 39/2026: Mehr Wettbewerb als vor zwei Jahren — im gleichen Zeitfenster fällt die Ein-Bieter-Quote von 28,2 auf 19,1 Prozent, im Bau auf 7 Prozent
Zwölfte Ausgabe unserer 14-tägigen Marktbeobachtung. Wir ziehen die Contract Award Notices aus TED — der offiziellen EU-Datenbank für öffentliche Aufträge — und sortieren, was in Deutschland tatsächlich vergeben wurde: wer hat gewonnen, in welchen Branchen, in welcher Größenordnung, und wie viele Angebote lagen auf dem Tisch. Reine Daten, eigene Einordnung, keine Gerüchte.
Diesmal stellen wir eine Frage, die über zwei Wochen hinausgeht: Bekommen öffentliche Auftraggeber in Deutschland weniger Angebote als früher? Wir haben dafür exakt dieselben zwei Wochen — 13. bis 26. September — für 2024, 2025 und 2026 ausgewertet, mit derselben Quelle, demselben Filter und derselben Zählweise. Die Antwort der Daten ist: nein — eher im Gegenteil. 2024 blieb es bei 28,2 Prozent der bezuschlagten Lose bei einem einzigen Angebot, 2025 bei 21,4 Prozent, 2026 bei 19,1 Prozent. Der Median steigt von drei auf vier Angebote je Los. Am deutlichsten ist die Bewegung dort, wo jeder mitbieten darf — im offenen Verfahren fällt die Quote von 23,6 auf 13,0 Prozent — und in der größten Branche: Im Bau hatte 2024 noch jedes achte Los nur einen Bieter, 2026 ist es jedes vierzehnte.
Die Eckdaten
Erhebungszeitraum: 13. September 2026 bis 26. September 2026 (14-Tage-Fenster, zehn Veröffentlichungstage, Daten gezogen am 27. September). Quelle: TED API v3, Filterung auf buyer-country=DEU, nur Zuschlagsbekanntmachungen (can-standard) mit genanntem Gewinner. Vorperiode = das vorangehende 14-Tage-Fenster (30. August – 12. September), ebenfalls vollständig neu gezählt.
| Kennzahl | KW 39/2026 | Vorperiode |
|---|---|---|
| Anzahl Zuschlagsbekanntmachungen | 1.935 | 2.168 (−10,7 %) |
| Gesamtvolumen (publizierte Werte) | 1.919,8 Mio EUR | 2.174,9 Mio EUR (−11,7 %) |
| Zuschläge mit publiziertem Wert | 1.090 | 1.318 |
| Eindeutige Gewinner-Firmen | 1.742 | 1.946 (−10,5 %) |
| Zuschläge ohne publizierten Wert | 845 (43,7 %) | 850 (39,2 %) |
| Zuschläge > 20 Mio EUR | 12 | 16 |
| Ø Bieter je Los (Median) | 8,8 (4) | 7,7 (3) |
| Lose mit nur einem Bieter | 579 von 3.039 (19,1 %) | 693 von 3.325 (20,8 %) |
Die Periode selbst ist unauffällig: etwas weniger Zuschläge und Volumen als in den zwei Wochen davor, die Ein-Bieter-Quote leicht darunter, der Median ein Angebot höher. Der Durchschnitt von 8,8 Bietern je Los ist, wie in früheren Ausgaben, vor allem ein Effekt der Spitze — 335 Lose mit mehr als zehn Angeboten ziehen ihn nach oben. Für die typische Vergabe ist der Median die bessere Zahl.
Der Jahresvergleich: gleiche zwei Wochen, drei Jahre
Das eForms-Feld BT-759 („Anzahl eingegangener Angebote") gibt es in TED seit Ende 2023. Damit lassen sich die Septemberfenster 2024, 2025 und 2026 direkt vergleichen. 2023 fällt heraus: Im September 2023 lief die Umstellung auf eForms noch, und keine der Zuschlagsbekanntmachungen dieses Fensters trägt in unseren Daten eine Bieteranzahl.
| 13. – 26. September | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|
| Zuschlagsbekanntmachungen mit Gewinner | 1.758 | 1.856 | 1.935 |
| davon mit Bieteranzahl | 1.635 (93,0 %) | 1.843 (99,3 %) | 1.914 (98,9 %) |
| Los-Ergebnisse mit Bieteranzahl | 2.650 | 2.906 | 3.039 |
| Lose mit genau einem Bieter | 746 | 621 | 579 |
| Ein-Bieter-Quote | 28,2 % | 21,4 % | 19,1 % |
| Median Bieter je Los | 3 | 3 | 4 |
| Ein-Bieter-Quote im offenen Verfahren | 23,6 % | 16,4 % | 13,0 % |
| Ein-Bieter-Quote im Bau (CPV 45) | 12,0 % | 8,2 % | 7,0 % |
Mehr Lose, weniger Einzelangebote: 2026 wurden in diesen zwei Wochen 389 Lose mehr bezuschlagt als 2024, und trotzdem gab es 167 Ein-Bieter-Lose weniger. Relativ ist die Quote um ein Drittel gesunken.
Kein Ausreißer eines einzelnen Fensters
Zwei Wochen können Zufall sein. Deshalb haben wir dieselbe Rechnung für zwei weitere, gleich geschnittene Fenster wiederholt — 13. bis 26. März und 13. bis 26. Juni, jeweils in allen drei Jahren.
| Ein-Bieter-Quote (Median) | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|
| 13. – 26. März | 25,7 % (3) | 20,8 % (3) | 17,7 % (4) |
| 13. – 26. Juni | 21,3 % (3) | 20,3 % (3) | 18,1 % (4) |
| 13. – 26. September | 28,2 % (3) | 21,4 % (3) | 19,1 % (4) |
| alle drei Fenster zusammen | 24,9 % (3) | 20,8 % (3) | 18,3 % (4) |
In jedem der drei Fenster liegt 2026 unter 2025 und 2025 unter 2024, und in jedem springt der Median 2026 von drei auf vier Angebote. Alle sechs Schritte von einem Jahr zum nächsten zeigen nach unten. Das ist noch kein Beweis für einen Trend über alle 52 Wochen — aber es ist mehr als ein Septemberzufall.
Nicht der Verfahrens-Mix: Der Rückgang findet im offenen Verfahren statt
Der naheliegende Einwand: Vielleicht wird einfach seltener ohne Teilnahmewettbewerb vergeben, und die Gesamtquote sinkt nur, weil sich die Mischung verschiebt. Die Daten stützen das nicht.
| Verfahrensart (13. – 26.09.) | Lose 2026 | Ein-Bieter 2024 | Ein-Bieter 2025 | Ein-Bieter 2026 |
|---|---|---|---|---|
| Offenes Verfahren | 2.323 | 23,6 % | 16,4 % | 13,0 % |
| Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb | 467 | 24,2 % | 24,8 % | 22,9 % |
| Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb | 182 | 84,7 % | 78,5 % | 80,2 % |
| Nicht offenes Verfahren | 56 | 27,7 % | 14,6 % | 35,7 % |
Drei Beobachtungen. Erstens: Der Anteil der Lose im Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb ist über die drei Jahre fast gleich geblieben (6,7 — 6,4 — 6,0 Prozent aller Lose). Rechnet man 2026 mit der Verfahrens-Mischung von 2024, landet man bei 19,8 statt 19,1 Prozent — der Mix erklärt also weniger als einen Punkt des Rückgangs von neun Punkten. Zweitens: Der Rückgang sitzt im offenen Verfahren. Dort blieben 2024 in diesen zwei Wochen 484 Lose bei einem Angebot, 2026 noch 302 — bei mehr Losen insgesamt. Drittens: Im Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb bleibt es im Septemberfenster seit drei Jahren bei rund vier von fünf Losen bei einem Angebot, über alle neun Vergleichsfenster bei rund zwei Dritteln (67,7 — 69,5 — 64,8 Prozent je Jahr). Das ist keine neue Entwicklung, sondern das Wesen dieser Verfahrensart — sie wird gewählt, wenn aus Sicht der Vergabestelle nur ein Anbieter in Frage kommt. In den letzten vier Fenstern lag sie bei 47,7 — 76,0 — 73,7 und jetzt 80,2 Prozent. Die Quote schwankt bei 160 bis 280 Losen je Fenster stark — in unseren Vergleichsfenstern zwischen 47,3 und 84,7 Prozent. Aus einer Folge von drei, vier Fenstern lässt sich hier kein Trend ablesen, im Jahresvergleich auch keiner nach oben. Das nicht offene Verfahren schwankt stark, bei 41 bis 56 Losen je Fenster ist das zu wenig für eine Aussage.
Bau: nur noch jedes vierzehnte Los mit einem einzigen Angebot
| Bauleistungen (CPV 45) | 2024 | 2025 | 2026 |
|---|---|---|---|
| Lose mit Bieteranzahl (13. – 26.09.) | 651 | 772 | 804 |
| davon mit genau einem Bieter | 78 (12,0 %) | 63 (8,2 %) | 56 (7,0 %) |
| Median Bieter je Los | 4 | 5 | 5 |
| nur offenes Verfahren: Ein-Bieter-Quote | 9,4 % | 5,7 % | 5,1 % |
| Kontrollfenster März: Ein-Bieter-Quote | 11,0 % | 8,4 % | 6,1 % |
| Kontrollfenster Juni: Ein-Bieter-Quote | 12,9 % | 7,8 % | 7,1 % |
Bau ist auch in dieser Periode die größte Kategorie, nach Anzahl wie nach Volumen — und dort ist das Bild am klarsten. In allen drei Fenstern fällt die Quote Jahr für Jahr, der Median steigt von vier auf fünf bis sechs Angebote je Los. Im offenen Bauverfahren bekam im September 2026 nur noch etwa jedes zwanzigste Los ein einziges Angebot (39 von 758). Wer als Bauunternehmen darauf setzt, bei einer öffentlich ausgeschriebenen Bauleistung allein zu sein, setzt auf eine Ausnahme.
Wo das Einzelangebot heute noch liegt
Die 579 Ein-Bieter-Lose dieser Periode verteilen sich sehr ungleich. Gut die Hälfte (302) stammt aus dem offenen Verfahren, ein Viertel (146) aus dem Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb. Nach Branche liegen die hohen Quoten fast durchweg bei Lieferungen und Spezialtechnik:
| Kategorie (13. – 26.09.2026) | Lose | davon 1 Bieter | Ein-Bieter-Quote |
|---|---|---|---|
| Labor-, optische und Präzisionsgeräte | 43 | 29 | 67,4 % |
| Elektrische Maschinen und Geräte | 63 | 39 | 61,9 % |
| Medizintechnik, Arzneimittel | 136 | 58 | 42,6 % |
| IT-Dienstleistungen | 82 | 29 | 35,4 % |
| Fahrzeuge, Transportmittel | 273 | 82 | 30,0 % |
| Architektur, Ingenieur- und technische Dienste | 405 | 53 | 13,1 % |
| Bauleistungen | 804 | 56 | 7,0 % |
Die kleinen Kategorien schwanken von Fenster zu Fenster stark; die Rangfolge ist aussagekräftiger als die einzelne Zahl. Und nicht jede Branche folgt dem Gesamttrend: Über alle drei Fenster zusammen ist die Quote etwa bei Medizintechnik und elektrischen Geräten 2026 höher als 2024. Der Rückgang insgesamt kommt aus den großen Kategorien: Bau, Architektur- und Ingenieurleistungen, Fahrzeuge und die Sammelkategorie „Sonstiges".
Was die Daten nicht sagen
Warum mehr Angebote eingehen, beantworten die Aggregate nicht. Denkbar sind eine schwächere private Nachfrage, die Unternehmen stärker zu öffentlichen Aufträgen bringt, eine andere Losbildung, bessere Auffindbarkeit der Verfahren oder eine sich einspielende Meldepraxis im noch jungen eForms-Format. Welche davon den Ausschlag gibt, lässt sich aus Zuschlagsdaten allein nicht ablesen. Zur Meldepraxis: 2024 trugen 93,0 Prozent der Zuschläge im Septemberfenster eine Bieteranzahl, 2025 und 2026 rund 99 Prozent. Umso aussagekräftiger ist der Schritt von 2025 auf 2026 — bei gleicher, fast vollständiger Abdeckung zeigt er in dieselbe Richtung.
Und noch einmal, weil es in Diskussionen über Ein-Bieter-Quoten regelmäßig untergeht: Ein Los mit nur einem Angebot ist kein Fehlverhalten, weder der Vergabestelle noch des Bieters. Es ist ein Marktbefund — und ein Hinweis darauf, wo sich ein zweites Angebot gelohnt hätte.
Branchen-Verteilung
| Kategorie | Zuschläge | Publiziertes Volumen |
|---|---|---|
| Bauleistungen | 736 | 720,3 Mio EUR |
| Sonstiges | 294 | 290,2 Mio EUR |
| Architektur, Ingenieur- und technische Dienste | 281 | 244,3 Mio EUR |
| Abwasser, Abfall, Reinigung, Umwelt | 134 | 89,8 Mio EUR |
| Fahrzeuge, Transportmittel | 121 | 59,1 Mio EUR |
Bau bleibt die größte Kategorie — 736 Zuschläge und 720 Millionen Euro, 37,5 Prozent des publizierten Gesamtvolumens. Architektur- und Ingenieurleistungen kommen mit 244 Millionen Euro auf ein ungewöhnlich hohes Volumen; ein einzelner Zuschlag der Deutschen Bahn (siehe unten) macht davon mehr als die Hälfte aus.
Top 10 aktivste Bidder
| # | Gewinner | Zuschläge |
|---|---|---|
| 1 | enercity AG | 10 |
| 2 | MAN Truck & Bus Deutschland GmbH | 9 |
| 3 | Siemens Mobility GmbH | 9 |
| 4 | Drees & Sommer SE | 5 |
| 5 | TLD Planungsgruppe GmbH | 5 |
| 6 | SVA System Vertrieb Alexander GmbH | 4 |
| 7 | Ed. Züblin AG | 4 |
| 8 | SPOMA Parkett und Ausbau GmbH | 4 |
| 9 | Dieter Holschbach GmbH | 4 |
| 10 | S&K Gebäuderinigung GmbH (Schreibweise laut Quelle) | 4 |
Wie immer gilt: Wer in dieser Liste steht, hat in den 14 Tagen mehrere Einzelaufträge oder ein Losbündel gewonnen. Ein Energieversorger, zwei Fahrzeug- und Bahntechnikhersteller, zwei Planungs- und Beratungsunternehmen, ein IT-Systemhaus und vier Bau- und Gebäudedienstleister — das gewohnte Bild eines breiten Marktes, in dem niemand mehr als zehn Zuschläge in zwei Wochen sammelt.
Top 5 größte Einzelzuschläge
- Research Industrial System Engineering GmbH — 182,0 Mio EUR (IT-Dienstleistungen). Auftraggeber laut TED: Mobil ISC GmbH; Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb, zwei Angebote.
- Bauprojektmanagement für die Deutsche Bahn AG — 138,6 Mio EUR (Architektur, Ingenieurdienste; CPV 71541000). Auftraggeber: Deutsche Bahn AG, Konzernleitung. Elf Lose, 28 verschiedene Firmen als Zuschlagsempfänger genannt, darunter DB Engineering & Consulting, Drees & Sommer, Schüßler-Plan und GFK Ingenieure; zwischen 5 und 39 Angebote je Los. Wir übernehmen den Wert, wie er für die Bekanntmachung veröffentlicht wurde, und teilen ihn nicht auf die Firmen auf.
- HOCHTIEF Infrastructure GmbH — 83,4 Mio EUR (Bauleistungen). Auftraggeber: Museum für Naturkunde Berlin; Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb, zwei Angebote.
- Consulting Insire — 59,2 Mio EUR (IT-Dienstleistungen). Auftraggeber: Landeshauptstadt Hannover, Stadtentwässerung; offenes Verfahren, sieben Angebote.
- Bietergemeinschaft Hegemann / Bunte / Rhode Nielsen — 52,1 Mio EUR (Bauleistungen). Auftraggeber: Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Ems-Nordsee; offenes Verfahren, drei Angebote.
Wert-Verteilung — wo das Volumen tatsächlich liegt
| Wertklasse | Zuschläge | Vorperiode |
|---|---|---|
| unter 100.000 EUR | 194 | 229 |
| 100.000 – 500.000 EUR | 453 | 587 |
| 500.000 – 1 Mio EUR | 175 | 208 |
| 1 – 5 Mio EUR | 208 | 226 |
| 5 – 20 Mio EUR | 48 | 52 |
| über 20 Mio EUR | 12 | 16 |
| nicht veröffentlicht | 845 (43,7 %) | 850 (39,2 %) |
Die Dunkelziffer bleibt hoch: 845 von 1.935 Zuschlägen ohne veröffentlichten Wert (Platzhalter wie 1 Euro zählen wir als nicht veröffentlicht). Das publizierte Volumen ist damit weiter eine Untergrenze. Die typische Vergabe liegt unverändert zwischen 100.000 und 500.000 Euro — 453 Zuschläge, 41,6 Prozent aller mit Wert.
Methodologie
Datenquelle: TED Search API v3, Abfrage notice-type=can-standard und buyer-country=DEU, Veröffentlichungsdatum im jeweiligen Fenster, alle Ergebnisseiten; gezählt werden Bekanntmachungen mit genanntem Gewinner. Alle Vergleichsfenster (13. – 26. März, Juni und September 2024 bis 2026) haben wir am 27. September 2026 mit derselben Abfrage und derselben Auswertung gezogen; Dubletten nach Publikationsnummer gab es keine. Bieteranzahl je Los aus BT-759, nur der Statistiktyp „tenders" (Rückfall: „t-esubm"), Werte über null. Verfahrensart aus BT-105, Kategorie aus der CPV-Hauptgruppe des ersten CPV-Codes. Werte nur, wo veröffentlicht; Werte bis 1 Euro gelten als nicht veröffentlicht. Gegenprobe: Unsere eigene Zuschlagsdatenbank, unabhängig aus TED eingelesen, ergibt für die drei Septemberfenster dieselben Ein-Bieter-Quoten (28,2 — 21,4 — 19,1 Prozent); sie enthalten jeweils mindestens 99 Prozent der Bekanntmachungen, die TED für diese Fenster meldet. Mehrfachnennungen von Bietergemeinschaften und Losbündeln übernehmen wir, wie sie in der Quelle stehen. Quelle TED, Lizenz CC BY 4.0.
Den vollständigen Mining-Ansatz beschreiben wir im Artikel zu TED CAN Sales Intelligence.
Fazit
14 Tage, 1.935 Zuschläge, 1,92 Milliarden Euro publiziertes Volumen, 1.742 Gewinnerfirmen, 43,7 Prozent ohne Wert. Die Periode ist unauffällig — der Blick zurück ist es nicht. Im gleichen Zeitfenster ist die Ein-Bieter-Quote in zwei Jahren von 28,2 auf 19,1 Prozent gefallen, im offenen Verfahren von 23,6 auf 13,0, im Bau von 12,0 auf 7,0 Prozent. Zwei weitere Kontrollfenster zeigen dieselbe Richtung.
Für Bieter heißt das: Der Markt der öffentlich ausgeschriebenen Aufträge ist nicht dünner geworden, sondern voller. Wer 2024 noch darauf zählen konnte, bei manchen Losen allein zu sein, trifft 2026 häufiger auf Mitbewerber — das typische Los hat heute vier Angebote, im Bau fünf. Umso mehr zählt, die passenden Verfahren früh zu finden und schnell zu entscheiden, wo sich ein Angebot lohnt. Genau dafür bauen wir Tender Automation: Suche über die deutschen Vergabeportale, Eignung in Kürze aus den Originalunterlagen, jede Angabe mit Fundstelle. Nächste Ausgabe dieser Reihe: in zwei Wochen.